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Kategoriale Seelsorge der Erzdiözese Wien
Fachbereich

Seelsorge für Menschen mit Behinderung


„Gott ist mit uns“

 

Einen sehr beeindruckenden ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Gott ist mit uns“ feierten Menschen mit und ohne Behinderung am Samstag, den 28. April 2012 in der Kirche Namen Jesu.

Bereits zum 9. Mal haben der Ökumenische Rat der Kirchen Österreichs, Caritas, Diakonie, Caritas Socialis und die Kategoriale Seelsorge der ED Wien zu diesem besonderen Gottesdienst geladen. Es versammelten sich mehr als 200 Menschen, um gemeinsam zu feiern, zu beten und zu singen.


Ein Paar Schuhe als Zeichen

Zu Beginn brachte aus jeder Gemeinschaft ein Mitglied ein Paar Schuhe als Zeichen, dass wir gemeinsam unterwegs sind. Dieser Weg führte zur Darstellung der alttestamentlichen Szene „Mose weidet die Schafe seines Schwiegervaters und sieht den brennenden Dornbusch“. Die Begegnung Mose mit Gott beim brennenden Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt, wurde beeindruckend vom Gehörlosen-Seelsorger  P. Alfred Zainzinger als Mose, Prof. Rudolf Prokschi als Gott und der evangelischen Vikarin Astrid Bamberger, die die verbindenden Worte vortrug, dargestellt. Zu den gesprochenen Fürbitten wurden auch symbolisch Wanderstab, Rucksack, Wasserflasche, Brot, Regenschirm und Blasenpflaster zum Altar gebracht.

Die musikalische Gestaltung übernahm der inklusive Chor RhythMix aus Retz und viele sangen, klatschten und spielten mit Percussion-Instrumenten mit. Den Segen spendeten die Zelebranten Pfarrer Chiratilattu (syrisch-orthodoxe Kirche), Altbischof Bernhard Heitz (altkatholische Kirche), Caritasdirektor Michael Landau (Kath. Kirche), Pfarrer Henk Landman (kath. Kirche), Superintendent Hansjörg Lein (evangl. Kirche), Univ,Prof. Rudolf Prokschi (kath. Kirche), Vikarin Astrid Bamberger (evangl. Kirche) und Weihbischof Franz Scharl (kath. Kirche). Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer symbolisch einen kleinen aus Moosgummi ausgeschnitten Schuh. 


Begegnung und Austausch

Die anschließende Agape wurde von der Küche des Caritas- Pflegeheimes St. Barbara vorbereitet und im Pfarrsaal von den fleißigen Frauen und Männern der Pfarrcaritas aus Namen Jesu hergerichtet und betreut.  Die GottesdienstbesucherInnen unterhielten sich angeregt, manche haben sich auch noch zum Singen zusammengefunden. Menschen unterschiedlicher Behinderungen sind miteinander ins Gespräch gekommen. Wenn die Menschen von Herz zu Herz sprechen, kann auch ein gehörloser Mensch mit einem intellektuell behinderten Jugendlichen „ins Gespräch kommen“.

Im kommenden Jahr feiern wir den ökumenischen Gottesdienst am Samstag in der Osterwoche, am 6. April 2013 um 15:00 Uhr in der Kirche Namen Jesu (Wien Meidling – Schedifkaplatz) und laden Sie dazu heute schon herzlich ein!

Renate Trauner, 30.4.2012

 

 

 

3. Dezember  -  der Tag der Menschen mit Behinderung

 

 

 

 

 

Der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung" (International Day of Disabled Persons) wird am 3. Dezember begangen.

Sollten an diesem Tag Menschen mit Behinderung eine Blume geschenkt bekommen (ähnlich wie am „Tag der Frau" die Frauen)?

Vielleicht würde ich an diesem Tag den Mensch, der zu seinem Blindenstab auch eine Nelke hält, in der U-Bahn bewusster wahrnehmen und zum Sitzplatz begleiten. Vielleicht würde mir auch die gehbehinderte Person, die mit ihrer Rose an der Straßenkreuzung steht, auffallen und ich würde ihr meine Unterstützung anbieten.

Damit Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft wahrgenommen werden und gleichberechtigt am Leben teilnehmen können, wurde 1993 zum Abschluss der Dekade der Menschen mit Behinderung dieser Tag von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Seit 1.1.2006 gilt in Österreich das neue Behindertengleichstellungsgesetz, dessen  Ziel es ist, Diskriminierungen zu beseitigen oder zu verhindern und somit den Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe am Leben zu ermöglichen.

Für Anliegen der Menschen mit Behinderung und deren Angehörige setzen sich in der Erzdiözese Wien auch die Fachbereiche Blindenapostolat, Gehörlosenseelsorge und Seelsorge für Menschen mit intellektueller Behinderung der Kategorialen Seelsorge der ED Wien ein. Diese Fachbereiche arbeiten mit Pfarren und anderen Einrichtungen der ED (wie dem Bildungshaus Großrußbach) zusammen und sind für deren Anliegen und Fragen offen.

Sehr viele Pfarren in unserer ED bemühen sich um Menschen mit Behinderung, damit diese aktiv am Pfarrleben teilnehmen können und sich in der christlichen Gemeinschaft aufgehoben wissen: In zahlreichen katholischen Kirchen wurde bereits ein Eingang barrierefrei gestaltet. Einige Kirchen sind mit Induktionsanlagen ausgestattet, sodass hörbeeinträchtigte Personen mit einem Hörapparat der Liturgie besser folgen können. Den Folder „Katholische Kirchen mit barrierefreiem Zugang in der Stadt Wien" können Sie bei den oben genannten Fachbereichen anfordern.

Menschen mit einer Behinderung bereichern oftmals eine Gruppe, indem sie durch ihr Dasein und ihre Sichtweise einen anderen, neuen Akzent in die Diskussion einbringen. Sowohl in der Sakramentenvorbereitung als auch in Jungschar- und Jugendgruppen werden behinderte Kinder und Jugendliche integriert und alle Mitglieder der Gruppe lernen so mit- und voneinander. In vielen Seniorenclubs spüren ältere Menschen mit Behinderung, dass sie herzlich willkommen sind.

In „Schatten & Licht", der Quartalszeitschrift für Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Angehörige, kommen betroffene Menschen zu Wort. Durch ihre Erfahrungen im Glauben und Leben sollen betroffene Menschen ermutigt werden. Gern schicken wir Ihnen ein Gratis-Probeexemplar zu.

Indem wir auf Menschen mit Behinderung zugehen ist Begegnung möglich.

Indem wir einander begegnen, können sichtbare und in unseren Köpfen bestehende unsichtbare Barrieren abgebaut werden.

Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung will dazu Anstoß geben.

Nähere Informationen erhalten Sie auf den jeweiligen Homepages (www.gehoerlosenseelsorge.at, www.blindenapostolat-wien.at)

Zur Bestellung der Zeitschrift „Schatten & Licht", des Folders „Katholische Kirchen mit barrierefreien Zugang in der Stadt Wien" oder mit Fragen wenden Sie sich bitte an: behindertenseelsorge@edw.or.at

oder 01/51552-33 85 oder 1010 Wien, Stephansplatz 6/634.

Mag. Renate Trauner, Behindertenseelsorge der Kategorialen Seelsorge der ED Wien